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Vortrag
am 22. Februar 2008 in der Kirche Binnen
Äthiopien
– Reiseeindrücke eines unbekannten Landes
Gesina und Klaus von Gerlach
präsentierten einen
eindrucksvollen Lichtbildervortrag und berichteten zusammen mit den
anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Reise über das
Land
und seine Besonderheiten.
„Kommen Sie wieder! Ihre Besuche und Ihr Interesse
an
unserer Arbeit in der Mekane Yesus Kirche sind uns sehr wichtig. Dann
wissen wir, dass wir nicht vergessen werden, und Ihre Beobachtungen
und Anregungen motivieren uns.“ Mit diesen Worten
verabschiedete
sich der Präsident der Synode in Hosaina/Äthiopien
von uns,
einer 6-köpfigen Gruppe aus den Kirchengemeinden Wietzen und
Binnen/Bühren unter Führung von Pastor Martin Kruse.
Es
war dessen 4. Reise nach Äthiopien zu seinem ehemaligen
Wirkungsfeld als Missionar in Hosaina.( ca 230 km südlich von
Addis Abeba) . Wo auch immer in seinem ehemaligen Missionsgebiet
„Kes“ (Pastor) Martin und seine Frau Elisabeth
auftauchten,
wurden sie auf das herzlichste begrüßt. Er hatte von
1977
- 87 an der Bibelschule in Hosaina unterrichtet, dessen Leiter er
auch war. Seine jetzige Kirchengemeinde in Wietzen hat es
übernommen,
jeweils 3 Stipendiaten gleichzeitig eine 3-jährige
theologische
Ausbildung und den Lebensunterhalt in dieser Zeit am Seminar in
Hosaina zu finanzieren. Z. Zt sind es eine zwei junge
Familienväter
und eine junge Frau, die für diese Fortbildung die Trennung
von
ihren Familien auf sich nehmen. Sie sind von ihren eigenen Gemeinden
ausgewählt worden, weil sie sich dort in der kirchlichen und
sozialen Arbeit sehr eingesetzt und bewährt haben. Aus eigenen
Mitteln könnten sie das Seminar nicht bezahlen, geschweige
denn
den Lebensunterhalt ihrer Familien absichern. Wir hatten Gelegenheit,
uns mit ihnen zu unterhalten und waren beeindruckt von ihrer
Einsatzbereitschaft. Die junge Frau z. B. lebt in einem
überwiegend
mohammedanischen Umfeld, entstammt einer muslimischen Familie und ist
als Jugendliche zum Christentum übergetreten.
Dank der engen
persönlichen Kontakte, die das
Ehepaar Kruse zu vielen einheimischen evangelischen Christen dort
unterhält, wurde die Reisegruppe immer wieder in
Privathäuser
eingeladen, wo sie jedes Mal auf das Liebenswürdigste mit
einheimischen Gerichten und Getränken bewirtet wurde.
Dazu
gehörte immer die traditionelle
Kaffeezeremonie, bei der die grünen Kaffeebohnen vor den
Gästen
frisch geröstet, gestoßen und aufgegossen wurden .Dabei
erfüllte herrlicher Kaffeeduft, gelegentlich gemischt mit
Weihrauch den Raum, was sehr zur Gemütlichkeit beitrug. Vor
dem
Essen und vor dem Abschied wurde jedes Mal ein Gebet gesprochen.
Einen unvergesslichen Eindruck
machte der Besuch der
Taubstummenschule in Hosaina auf die ganze Gruppe. In dieser
segensreichen Einrichtung erhalten 168 taubstumme Kinder und
Jugendliche im Internat eine abgeschlossene Schul- und
Berufsausbildung, so dass sie auf ihr Leben mit ihrer Behinderung
bestens vorbereitet sind. Träger dieser Schule sind in der
Hauptsache skandinavische und deutsche christliche Einrichtungen.
Schüler und Lehrer, die teilweise selbst taubstumm sind,
machten
alle einen fröhlichen, zufriedenen Eindruck.
Dies wird nicht die letzte
Reise von „Kes Martin“
nach Äthiopien gewesen sein.
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