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Vortrag am 25. April 2008 in der Kirche Bühren

Schlicht und gut

Plakat zum Vortrag

Der Theologe und Pastor und Professor und Kabarettist Matthias Schlicht war in Bühren und hat mehr als begeistert.

Er kam nicht allein, brachte Tante Elsbeth und die Oma mit, die beide nicht nur das Leben Schlichtens bereicherten, sondern auch in weiten Teilen den Kabarett-Abend mitgestaltet haben. So gestand der studierte Theologe seinen Reichhaltigen Fundus an Ideen für seine Kabarett-Programme selbstverständlich immer wieder im „Ich und Du“ zu finden, wo denn auch sonst, die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben in der Familie, im Beruf und anderswo.

Die ca. 150 Besucher des Kabarettabends, wurden mitgenommen durch einen Reigen bunter Themen. Woher nehme ich die Geschenke zu Weihnachten, das auch in diesem Jahr wieder sehr plötzlich vor der Tür stehen wird.. Es sinnierte der Künstler darüber, was die Welt doch für eine andere war, als das Telefon gerade die Flure oder Wohnzimmer der bis dahin arglosen Menschheit heimsuchte. Dann schließlich wandte er sich seinem Berufsfeld zu und landete dort als erstes bei einer Hochzeit eines kleinen, grauen, eher verzagten Herrn. Dies führte sofort und logischerweise zu einer Diskussion darüber welche Folgen es haben kann, wenn kluge und nicht so kluge Partner aufeinandertreffen. Sehr scharfsinng und sehr spitzzüngig, und ein bisschen von der Art, dass das Lachen im Halse stecken bleibt. Hernach wurde die mittlerweile doch vom Lachen sehr beanspruchte Zuhörergemeinde über die gestaltete Mitte aufgeklärt und mit einem Lied in den Arbeitsalltag eines Pastors entführt, frei nach Reinhardt Mey „Über den Leuten kann die Predigt so grenzenlos sein. Schließlich ging es zu den „Anonymen Tubberianern“, von denen der Herr Pastor den sinnbringenden Einsatz der Plastikdosen mitbrachte, die Abendmahlsoblaten einzutubbern, weil die dann wirklich nie wieder am Gaumen festkleben, versprochen. Als dann das Liebeslied an die eigenen Tochter folgte, fuhr doch verstohlen das eine oder andere Taschentuch ans Auge und die erhitzten Gemüter konnten sich dann in der Pause bei Wein und leckerem Brot entspannen. Nach der Pause ging es gleich im bekannten Tempo weiter, es wurde mit dem alten Hofadel aus des Pastors Ursprungsdorf bekannt gemacht, wo jede Weinprobe zur Bühne von Kenntnis vor allem des Procederes des Wein-Verkostens umfunktioniert wurde. In Gemeinschaft mit dem Pastor, der den Wein als möpselnd mit einem klitzekleinen Säureschwänzschen im Abgang erkannte, war es nicht nur um den alten Hofadel geschehen, sondern auch gleich um die ganze Fangemeinde in der vom Lachen wiederhalltenden und bis zum letzten Platz besetzten Kirche. Die zweite und letzte Zugabe des Abends war Hans-Dieter Hüsch gewidmet und es ging ein spritziger, witziger, manchmal etwas deftiger Vortrag zu Ende. Herr Schlicht packte seine Gitarre wieder ein, trank noch einen Schluck Wein mit dem Publikum im nahegelegenen Gemeinschaftshaus und hinterließ den Nachgeschmack auf mehr anregendes und zum Lachen Komisches am selben Ort.

Eva Dallmeyer

...und das schrieb „Die Harke“ am 13.Mai 2008:

Bericht unserer Tageszeitung Die Harke